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Berufe in der Justiz


Die Amtsgerichte bieten eine Reihe interessanter Berufsmöglichkeiten, über die Sie sich an dieser Stelle informieren können.

Einstellung zur Justizhelferin / zum Justizhelfer ( Justizwachtmeisterdienst)

Das Amtsgericht ist neben den weiteren örtlichen Gerichten und der Staatsanwaltschaft Einstellungsbehörde für Justizhelfer.

Aufgabenbereiche:

Der Justizwachtmeistedienst ist zuständig für die Sicherheit und Ordnung in den Gerichten. Weiterhin sind sie für den Posteingang und -ausgang, die Vorführung und Beaufsichtigung von Gefangenen, Erteilung von Auskünften und den Transport der Akten zuständig.

Einstellungsvoraussetzungen:

Hauptschulabschluß und die körperliche Eignung

Einstellungstermin:

Laufend nach Bedarf

Bewerbung:

Die Bewerbung ist an das Amtsgericht Oldenburg - Der Direktor- zu richten.

Der Bewerbung sollten folgende Unterlagen beigefügt werden:

  • Lebenslauf
  • Abschlußzeugnis der Schule
  • ggf. Zeugnisse über eine abgeschlossene Berufsausbildung
  • ggf. Zeugnisse über Beschäftigungen seit der Schulentlassung
  • Lichtbild

Ansprechpartner:

Frau Rösch, Telefon 0441/220-3106
Herr van Hove, Telefon 0441/220-3005

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Ausbildung zur Gerichtsvollzieherin / zum Gerichtsvollzieher

Zu der Ausbildung zur Gerichtsvollzieherin und zum Gerichtsvollzieher konnten bisher nur Beamtinnen und Beamte des mittleren Justizdienstes zugelassen werden. Seit dem 01.06.2002 besteht für alle Bewerberinnen und Bewerber auch außerhalb der Justiz die Möglichkeit, sich bei entsprechender Qualifikation und Berufserfahrung für die Laufbahn des Gerichtsvollzieherdienstes zu entscheiden.

Aufgaben:

Zentrale Aufgabe im Gerichtsvollzieherdienst ist es, auf Betreiben von Gläubigern die Zwangsvollstreckung in das bewegliche Vermögen der Schuldner vorzunehmen sowie eidesstattlichen Versicherungen abzunehmen. Insofern ist ein funktionsfähiges Gerichtsvollzieherwesen ein wichtiger Standortfaktor für die wirtschaftliche Betätigung. Darüber hinaus stellen Gerichtsvollzieherinnen und Gerichtsvollzieher Pfändungsbeschlüsse zu, taxieren Pfändungsgegenstände und erwirken deren Herausgabe. Dabei sind sie stets um Konfliktbegrenzung mit den Schuldnern bemüht.

Weitere Aufgabenschwerpunkte sind die Zwangsräumung von Wohnungen, die Versteigerung von Wertgegenständen, die Zustellung von Ladungen, Wechselprotesten und Willenserklärungen sowie die zwangsweise Vorführung von Zeugen vor Gericht.

Gerichtvollzieherinnen und Gerichtsvollzieher regeln ihren Geschäftsbetrieb weitgehend selbstständig. Dazu gehört auch die Unterhaltung eines eigenen Geschäftszimmers in dem jeweiligen Amtsgerichtsbezirk sowie die Beschäftigung von Bürohilfen. Einige Gerichtsvollzieherinnen und Gerichtsvollzieher haben sich auch in Gemeinschaftsbüros zusammengeschlossen.

Gerichtvollzieherinnen und Gerichtsvollzieher arbeiten selbständig und eigenverantwortlich - häufig auch gerade im Bereich sozialer Brennpunkte. Es bedarf dazu nicht nur einer gefestigten Persönlichkeit, sondern auch eines großen Maßes an Einfühlungsvermögen.

Der Beruf erfordert deshalb:

  • vielseitige Fachkenntnisse,
  • hohe Leistungsbereitschaft,
  • Zuverlässigkeit,
  • gutes Einfühlungsvermögen und Kommunikationsbereitschaft,
  • Belastbarkeit, insbesondere auch im Außendienst,
  • ausgeprägte Fähigkeit zur Organisation von Arbeitsabläufen. Die Arbeit mit moderner Bürotechnik muss selbstverständlich sein.

Zulassungsvoraussetzungen:

Zur Gerichtsvollzieherfortbildung kann zugelassen werden, wer

  • die Prüfung für den mittleren Justizdienst oder die Abschlussprüfung nach der Verordnung über die Berufsausbildung zur/zum Justizfachangestellten vom 26.Januar 1998 (BGBl. Teil I, 1998, 195) bestanden hat oder
  • eine sonstige dem Gerichtsvollzieherdienst förderliche abgeschlossene Berufsausbildung, insbesondere im juristischen oder kaufmännischen Bereich, absolviert hat,
  • sich darüber hinaus mindestens drei Jahre hauptberuflich in einer Tätigkeit nach Nummer 1 bewährt hat,
  • nach Persönlichkeit und Leistung für den Gerichtsvollzieherdienst geeignet erscheint und das 40. Lebensjahr nicht überschritten hat und
  • in geordneten wirtschaftlichen Verhältnissen lebt und den besonderen körperlichen Anforderungen des Gerichtsvollzieherdienstes gewachsen ist.

Ausbildung und Prüfung:

Die Fortbildung dauert 18 Monate und beginnt am 1. Dezember eines jeden Jahres. Justizfachangestellte mit Ausbildung nach altem Recht und Bewerberinnen und Bewerber, die nicht in der Justiz beschäftigt sind, müssen zusätzlich an einem 6monatigen Vorbereitungslehrgang teilnehmen, der am 1. Juni eines jeden Jahres beginnt.

Die Fortbildung gliedert sich in folgende Abschnitte:

  • Vorbereitungslehrgang (sofern erforderlich)
  • Berufspraxis I 2 Monate
  • Lehrgang I 4 Monate
  • Berufspraxis II 4 Monate
  • Lehrgang II 4 Monate
  • Berufspraxis III 4 Monate

und umfasst folgende Prüfungsteile:

  • vier Aufsichtsarbeiten am Ende des Lehrgangs II
  • eine mündliche Prüfung am Ende der Berufspraxis III.

Besoldung während der Fortbildung:

A. Bewerberinnen und Bewerber, die nicht aus der Justiz kommen:

Mit den Bewerberinnen und Bewerbern wird ein 2jähriger (Dauer von Vorbereitungslehrgang und Fortbildung) Arbeitsvertrag mit dem Ziel der späteren Verwendung im Gerichtsvollzieherdienst geschlossen. Die Probezeit beträgt 6 Monate. Die Vergütung erfolgt gemäß VergGr. VII Bundesangestelltentarifvertrag (BAT).

B. Bewerberinnen und Bewerber aus der Justiz und Beamtinnen und Beamte aus dem allgemeinen mittleren Dienst:

Beamtinnen und Beamte aus dem mittleren Justizdienst oder aus dem allgemeinen mittleren Dienst behalten während der Fortbildung grundsätzlich ihren Status und werden weiter nach den bisherigen besoldungsrechtlichen Bestimmungen vergütet.

Auch Bewerberinnen und Bewerber, die bereits in der Justiz als Angestellte beschäftigt sind, werden während der Fortbildung und des Vorbereitungslehrganges weiter gemäß den bisherigen tariflichen Bestimmungen vergütet, soweit der bisherige Arbeitsvertrag nicht bis zu einem Zeitpunkt innerhalb der 2jährigen Fortbildung befristet ist.

Besoldung als Gerichtsvollzieherin oder Gerichtsvollzieher:

Nach erfolgreicher Fortbildung, die mit einer Prüfung abschließt, erfolgt regelmäßig die Ernennung zur Gerichtsvollzieherin bzw. Gerichtsvollzieher z.A. im Beamtenverhältnis auf Probe in der BesGr. A 8 Bundesbesoldungsordnung (BBesO). Bei Bewährung in der 2jährigen Probezeit und frühestens mit Vollendung des 27. Lebensjahres erfolgt die Ernennung zur Beamtin bzw. zum Beamten auf Lebenszeit. Beförderungen in die Besoldungsgruppen A 9 und A 9 mit Amtszulage BBesO sind möglich.

Neben der Besoldung nach der BBesO erhalten die Gerichtsvollzieherinnen und Gerichtsvollzieher nach der Vollstreckungsvergütungsverordnung einen Anteil der von Ihnen eingenommenen Gebühren als Ansporn für die zügige und erfolgreiche Erledigung der Aufträge. Für die durch die Verpflichtung zur Einrichtung und Unterhaltung eines Büros entstehenden Sachkosten und die Kosten einer Bürokraft erhält die Gerichtsvollzieherin oder der Gerichtsvollzieher nach einer gesonderten Verordnung einen weiteren Anteil der vereinnahmten Gebühren. Derzeit wird eine Änderung dieser Regelung zur Abgeltung der Bürokosten erarbeitet, die zum 1.Januar 2004 in Kraft treten soll.

Bewerbung:

Ihre Bewerbung richten Sie bitte an das

Oberlandesgericht Oldenburg
Postfach 2451

26014 Oldenburg.

Fügen Sie Ihrer Bewerbung bitte zunächst folgende Unterlagen bei:

  • ein Lichtbild
  • tabellarischen, unterschriebenen Lebenslauf
  • Ablichtung des Schulabschlusszeugnisses
  • Ablichtung des Berufsausbildungszeugnisses
  • Zeugnisse über Beschäftigungen seit der Schulentlassung
  • Heiratsurkunde oder bei Ledigen Geburtsurkunde
  • Einverständniserklärung hinsichtlich der Anforderung und Einsichtnahme der Personalakten (nur Bewerberinnen und Bewerber aus dem öffentlichem Dienst)
  • Erklärung, ob die wirtschaftlichen Verhältnisse geordnet sind.
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Justizfachwirtin/Justizfachwirt

Rechtspflegerin/Rechtspfleger

Richterin/Richter

Das Oberlandesgericht Oldenburg ist örtliche Einstellungsbehörde für Justizfachwirte, Rechtpfleger und Richter. Bewerbungen sind deshalb zu richten an das

Oberlandesgericht Oldenburg
- Der Präsident -
Richard-Wagner-Platz 1

26135 Oldenburg

Informationen über die Ausbildung zur Justizfachwirtin / zum Justizfachwirt finden Sie unter http://www.justizministerium.niedersachsen.de/bewerberinfo/

oder in der nachfolgenden Broschüre des Niedersächsischen Justizministeriums:

 

Weitere Informationen zu Berufen in der der Justiz sowie einen Videofilm "Ausbildung/Studiengang Dipl.-Rechtspfleger/in (FH)" finden Sie unter http://www.oberlandesgericht-oldenburg.niedersachsen.de.

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